DUH startet Handysammlung für mehr Ressourcenschutz

By Nima

In Deutschland liegen rund 167 Millionen alte Handys ungenutzt in Schubladen. Viele dieser Geräte funktionieren noch und enthalten zugleich wertvolle Rohstoffe wie Gold, Silber und Kupfer. Anlässlich des deutschen Earth Overshoot Day am 10. Mai startet die Deutsche Umwelthilfe deshalb die bundesweite Aktion „Handys für die Umwelt“. Ziel der Sammlung ist es, Elektroschrott zu vermeiden, Rohstoffe zurück in den Kreislauf zu bringen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Der Handlungsdruck ist hoch, denn der Tag, an dem in Deutschland die jährlich verfügbaren natürlichen und nachwachsenden Ressourcen rechnerisch aufgebraucht sind, rückt immer weiter nach vorne.

Jedes Jahr werden in Deutschland rund 20 Millionen Smartphones verkauft. Für ihre Herstellung werden große Mengen an Rohstoffen benötigt. Umgerechnet sind das unter anderem etwa 340 Kilogramm Gold, 4.200 Kilogramm Neodym und 132.000 Kilogramm Kupfer. Aus Sicht der Umweltbilanz lohnt sich daher vor allem eine möglichst lange Nutzung der Geräte. Bereits ein wiederaufbereitetes Smartphone spart nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe rund 14 Kilogramm Ressourcen und 58 Kilogramm Treibhausgasemissionen ein.

Die Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe, Barbara Metz, machte deutlich, dass der immer früher eintretende Erdüberlastungstag zeige, wie sorglos in Deutschland mit Ressourcen umgegangen werde. Es sei aus ihrer Sicht nicht nachvollziehbar, dass Millionen alter Handys ungenutzt in Schubladen lägen, obwohl sie entweder weiterverwendet oder recycelt werden könnten. Gerade weil Handys wichtige Rohstoffe wie Gold, Silber, Kupfer oder Platin enthielten, müsse dieser Verschwendung entgegengewirkt werden. Je mehr Menschen, Kommunen und Unternehmen sich an der Sammlung beteiligten, desto größer sei der Nutzen für die Umwelt.

Ab sofort können sich Privatpersonen, Kommunen und weitere Sammelpartner an der Aktion beteiligen. Die eingesammelten Geräte werden entweder für eine weitere Nutzung aufbereitet oder fachgerecht recycelt. Gemeinsam mit dem Partner Jurec-IT bietet die Deutsche Umwelthilfe sowohl Verbraucherinnen und Verbrauchern als auch Unternehmen eine sichere und umweltgerechte Sammlung alter Geräte an. Dazu gehört auch eine zertifizierte Löschung der gespeicherten Daten. Ein Teil der Erlöse aus der Sammlung fließt in Natur- und Umweltschutzprojekte der Deutschen Umwelthilfe.

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Der Geschäftsführer von Jurec-IT, Matthias Juchum, erklärte, dass die gemeinsame Aktion mit der Deutschen Umwelthilfe und dem eigenen Fachwissen bei Datenlöschung und umweltfreundlicher Gerätebehandlung dazu beitragen solle, die Sammlung gebrauchter Handys, Smartphones und Tablets in Deutschland deutlich auszubauen. Vielen Verbraucherinnen, Verbrauchern und Unternehmen falle die Abgabe alter Geräte schwer, weil sie sich um ihre persönlichen Daten sorgten. Genau an diesem Punkt wolle man mit hoher Transparenz und strengen Sicherheitsstandards ansetzen. Durch Standards von DEKRA und BSI bei der Datenvernichtung solle das Vertrauen gestärkt werden, damit möglichst viele Altgeräte in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden.

Für die Teilnahme gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Verbraucherinnen und Verbraucher können einzelne Handys direkt per Post einsenden oder selbst Sammelpartner werden. Über die Aktionsseite „Handys für die Umwelt“ lässt sich eine Sammelstelle registrieren. Nach der Anmeldung wird kostenlos eine Sammelbox bereitgestellt, die etwa in Geschäften, Schulen oder Vereinen aufgestellt werden kann. Für Kommunen und stark frequentierte Standorte stehen außerdem große Sammeltonnen für bis zu 500 Geräte zur Verfügung. Sobald mindestens 40 Geräte zusammenkommen, werden die Sammelboxen kostenlos abgeholt.

Die gespendeten Handys werden zunächst darauf geprüft, ob sie wiederverwendet werden können. Anschließend werden persönliche Daten professionell und vollständig gelöscht. Geräte, die nicht mehr nutzbar sind, werden umweltgerecht recycelt. Dabei werden verwertbare Rohstoffe zurückgewonnen und enthaltene Schadstoffe fachgerecht entsorgt.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Deutsche Umwelthilfe e.V./Veröffentlicht am 07.05.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.