Neue Broschüre erklärt faire Siegel und warnt vor Kinderarbeit

By Nima

In vielen Alltagsprodukten steckt noch immer Kinderarbeit, ob bei Früchten, Kaffee, Gewürzen, Textilien, Spielzeug oder Kunsthandwerk. Schätzungen zufolge arbeiten weltweit 138 Millionen Kinder. Rund 54 Millionen von ihnen sind besonders schwerer Ausbeutung ausgesetzt und müssen unter gefährlichen Bedingungen arbeiten, etwa stundenlang auf mit Pestiziden belasteten Baumwollfeldern.

Gleichzeitig wächst bei vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern das Bewusstsein für diese Zusammenhänge. Immer mehr Menschen greifen gezielt zu Produkten mit Siegeln des Fairen Handels, die ohne Ausbeutung von Kindern und ohne Umweltzerstörung hergestellt werden sollen. Doch nicht jedes Siegel ist leicht verständlich oder gleich verlässlich. Genau hier setzt eine neue Broschüre der Kinderrechtsorganisation Terre des Hommes an.

Nach Angaben der Organisation soll die Veröffentlichung zum internationalen Tag gegen Kinderarbeit Orientierung in der Vielzahl der Kennzeichnungen schaffen. Ziel ist es, Verbraucherinnen und Verbrauchern verständlich zu machen, was hinter den einzelnen Siegeln steckt und welche Kaufentscheidungen tatsächlich dazu beitragen können, Ausbeutung von Kindern zu vermeiden.

Terre des Hommes betont zugleich, dass der Faire Handel mit seinen wichtigen Siegeln allein die ungerechten globalen Handelsstrukturen nicht beseitigen könne, die Kinderarbeit überhaupt erst begünstigen. Entscheidend sei vielmehr, Unternehmen verbindlich dazu zu verpflichten, in ihrer gesamten Produktion Menschenrechte, Kinderrechte sowie Umwelt- und Sozialstandards einzuhalten und Verantwortung für ihre kompletten Lieferketten zu übernehmen.

Von einer solchen verbindlichen Regulierung sei man derzeit jedoch noch weit entfernt. Darauf verweist die Organisation mit Blick auf die anhaltenden Auseinandersetzungen um das deutsche Lieferkettengesetz und die europäische Lieferketten-Richtlinie, die bereits seit 2021 andauern. Deshalb fordert Terre des Hommes gemeinsam mit einem breiten Bündnis ein starkes Lieferkettengesetz in Deutschland und in der Europäischen Union. Ausbeuterische Kinderarbeit und Umweltzerstörung müssten endlich wirksam gestoppt werden.

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Bis dahin bleibt aus Sicht der Organisation der bewusste Konsum ein wichtiger Hebel. Je mehr Menschen beim Einkauf auf fair gehandelte Produkte achten, desto geringer werde die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder am Anfang der Lieferkette ausgebeutet werden. Gleichzeitig unterstützt Terre des Hommes arbeitende Kinder in Asien, Afrika und Lateinamerika dabei, stattdessen zur Schule zu gehen und später einen Beruf erlernen zu können.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Terre des Hommes Deutschland e.V./Veröffentlicht am 09.06.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.