Auf den Gipfeln der Welt (17/20): Ladakh – Karakorum

Dienstag, 29. Juni 2010

19.30 – 20.15 Arte
Dokumentationsreihe, Frankreich 2009
Regie: François Chayé

Klein-Tibet lautet eine Bezeichnung des Ladakh-Hochgebirges im Himalaya. Da sich die Gletscher immer weiter zurückziehen, fehlt den Bewohnern der kargen Region das für die Landwirtschaft dringend benötigte Schmelzwasser. Doch die Menschen wissen sich zu helfen.

Die Hochgebirgswüste Ladakh wird auch als Klein-Tibet bezeichnet. Um die Hochebene Changtang erheben sich Berge, die bis zu 6.000 Meter hoch sind. Bauern und Handwerker leben in Oasen an den Ufern von Bächen, die aus den Gletschern entspringen und mit deren Wasser die Bauern ihre Felder bewässern.

Das Eis der Gletscher im Himalaya ist seit 1962 um 21 Prozent zurückgegangen, das führt für die Landwirtschaft in der kargen Region zu einer dramatischen Situation. Ein pensionierter Ingenieur kam auf die rettende Idee, die ebenso einfach wie einleuchtend erscheint. Er leitete einen Bach um und baute Deiche aus Steinen, um das Wasser in kleinen Becken zu stauen. Dort gefriert es im Winter. Wenn das Wasser dann im März schmilzt, kann es zur Bewässerung der Felder verwendet werden.

Bergregionen, die zu den höchsten der Welt gehören, und die Menschen, die hier ihren beschwerlichen Alltag bewältigen, stehen im Zentrum der 20-teiligen Dokumentationsreihe. Ausschlaggebend für die Auswahl der porträtierten Gebirgszüge waren ihre natürlichen oder kulturellen Besonderheiten, ihre spezielle Flora und Fauna und die Traditionen, die hier – fernab der rastlosen westlichen Zivilisation – gelebt werden.

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Eine Antwort

  1. Volker sagt:

    Hallo,

    leider gibt es ja nicht nur das Problem mit den verschwindenden Gletschern. Ein weiteres Problem ist das Paradoxon, dass durch die Klimaerwärmung im Sommer zu viel Regen nach Ladakh kommt.

    Die Häuser sind ja traditionellerweise aus getrocknetem Lehm erbaut. Deshalb zerstört zu viel Regen die Häuser.

    Gruß
    Volker

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