Der Kollaborateur und seine Familie

Freitag, 09. September 2011

22.35 – 00.05 Arte
Dokumentarfilm, Israel/Frankreich/USA 2010, ARTE F, Regie: Adi Barash, Ruthie Shatz

Ibrahim und seine Frau Yusra diskutieren auf der Straße - das Leben in Tel Aviv ist nicht einfach. Bild: ARTE F

Die Entscheidung des Palästinensers Ibrahim El-Akel, für den israelischen Geheimdienst zu arbeiten, hatte Folgen – auch für seine Familie, weil diese auf einmal gleichfalls als Verräter galt. Der Dokumentarfilm beschreibt die Schwierigkeiten der Ehefrau und der drei Kinder, sich gegen dieses Stigma zu behaupten.

Der Palästinenser Ibrahim El-Akel hat mit dem israelischen Geheimdienst zusammengearbeitet. Eine nicht nur für ihn, sondern auch für seine Angehörigen folgenschwere Entscheidung, denn sie werden von den Palästinensern als Verräter angesehen und entsprechend aus deren Gemeinschaft ausgegrenzt. Die gesamte Familie war gezwungen, in Tel Aviv unterzutauchen.

Ibrahims Kinder (Mahmoud, 12, Suffian, 14, und Mohammed, 17) sowie seine Frau Yusra zahlen einen hohen Preis für den Entschluss des Familienvaters. Der Dokumentarfilm von Ruthie Shatz und Adi Barash zeigt, wie die Familie El-Akel versucht, im Alltag ihre Beziehungen untereinander zu pflegen, die Kinder vor den Anfeindungen der Außenwelt zu schützen und sich in eine Gesellschaft zu integrieren, der sie sich nicht zugehörig fühlt.

Zusatzinfo: Die Filmemacher Ruthie Shatz und Adi Barash haben sich mit ihren Filmen „Diamonds and Rust“ und „The Garden“ einen Namen unter den Dokumentarfilmern der Welt gemacht. Beide Werke liefen erfolgreich bei ARTE. Im Mittelpunkt der Werke beider Regisseure steht immer eine starke Persönlichkeit, von der unmittelbar eine große erzählerische Kraft ausgeht. Mit den Geschichten dieser Protagonisten gelingen den Zuschauern Einblicke in ein ihnen kaum bekanntes Milieu.

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