Kambodscha – Sithas große Waisen-Familie

Samstag, 10. Oktober 2015 | 19.30 – 20:15 Arte

360° Geo Reportage, Deutschland, Frankreich, 2015, Regie: Philipp Lutz.

Mehr als 30 Kinder leben in der Familie des Kambodschaners Sitha. Nur vier davon sind seine eigenen. Der Rest sind ehemalige Straßenkinder, welche die Familie adoptiert hat. Noch immer kommen neue Kinder hinzu. Die Zahl der Straßenkinder in Kambodscha hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Allein 20.000 leben in der Hauptstadt Phnom Penh. Viele von ihnen stammen aus den ländlichen Gebieten, wo ihre Familien sie nicht mehr ernähren können. Einige wenige hatten Glück und wurden von Sitha und seiner Frau Sreymom adoptiert.

Über 30 Straßenkinder haben Sitha und seine Frau bei sich aufgenommen. Die Ältesten von ihnen stehen heute auf eigenen Füßen. Bild: ARTE / © Medienkontor/Philipp Lutz

Der Tag beginnt für Sitha um 5.30 Uhr. Dann muss er durch die Schlafräume gehen und alle Kinder seiner Familie wecken. Anziehen, Waschen und Frühstücken sind logistisch aufeinander abgestimmt, ebenso wie der Rest des Tages, um allen Kindern und ihren Ansprüchen gerecht zu werden. Während die einen noch im Kleinkindalter sind, werden die Ältesten bald das Haus verlassen. Als vollwertige, gebildete Mitglieder der Gesellschaft, wie Sitha hofft.

Aufgenommen hat er die meisten von ihnen als arme, mittellose Straßenkinder, die mit Betteln oder Stehlen versucht hatten, über die Runden zu kommen. Die Zahl der Straßenkinder in Kambodscha wächst, die Waisenhäuser platzen aus allen Nähten. Gerade in den Dörfern ist die Armut groß. Häufig können Eltern ihre Kinder nicht ernähren oder sich um sie kümmern.

Die Kinder müssen dann entweder arbeiten, um ihre Familien finanziell zu unterstützen oder sie werden komplett verstoßen und sind folglich auf sich allein gestellt. Immer wieder nimmt Sitha neue Kinder auf, auch wenn die finanziellen Anforderungen das Ehepaar längst an seine Grenzen gebracht haben. Dreijährige Zwillinge sollen die neuesten Familienmitglieder werden. Ihre Eltern starben an Tuberkulose. Doch wohin mit den beiden in dem ohnehin schon überfüllten Haus?

ARTE / © Medienkontor/Philipp Lutz

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9 Antworten

  1. Gerade läuft die Reportage , die mich sehr bewegt , gerne würde ich der Familie monatlich einen kleinen Betrag spenden , bitte nicht über Dritte !Bitte melden Sie sich !

  2. Wagner sagt:

    Ich habe heute am 09.03.2019 mit meiner Ehefrau diesen Bericht von ARTE gesehen und würde gern regelmäßig mit der Familie über das Internet oder Facebook in Kontakt treten wenn das möglich ist.

  3. karin und botho sagt:

    Wir möchten gerne für diese Großfamilie spenden. Überall nur der Hinweis von wem der Film und wo er ausgestrahlt wird.
    Müssen wir dahin fliegen um das Geld ohne Abzüge abzuliefern? Wer und wie kann das Geld in die Hände der Familie kommen ?

  4. erich rothenbühler sagt:

    Mich beeindruckt eigentlich niemand auf dieser Welt, bis auf zwei Menschen,
    die, zufälligerweise, beide etwas mit Kambodscha zu tun haben.
    a) Beat Richner alias Beatocello, der 5 Kinderspitäler aufgebaut hat
    b) Sitha und seine Frau, die Strassenkinder bei sich aufnehmen, obwohl sie
    sehr wahrscheinlich nicht wirklich reich sind.
    Ich spende jeden Monat 50 Franken für Beat Richner und seine Spitäler.
    Ich werde das gleiche wohl auch machen mit Sitha.
    Ich weiss 50 Franken im Monat ist nicht viel, aber im Moment habe ich nicht mehr Geld zur Verfügung. Aber besser 50 als gar nichts.

    • Elisabeth sagt:

      Hallo Erich, ich habe auch nur 620 Euro Rente und würde trotzdem gerne etwas an Sitha spenden. Wenn du die Adresse oder Bankverbindung herausfindest, könntest du mir diese zukommen lassen? Viele Grüße Elisabeth. Schreib mir an ekomm@hotmail.de

  5. Franzi sagt:

    Wir würden auch gerne spenden – bitte teilen Sie uns mit, wo wir dies tun können.

    Vielen Dank

    Franziska

  6. nadja sagt:

    Wir würden für dieses großartige Projekt gerne spenden

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