Morgenland und Abendland (3/7)

Samstag, 01. September 2012

22.10 – 23.05 Arte
(3): Die arabische Eroberung. Dokumentationsreihe, Erstausstrahlung, Großbritannien, 2011, Regie: Nick Gillam-Smith.

An einer wichtigen Karawanenstraße gelegen, war die antike Oasenstadt Palmyra eine blühende Handelsmetropole mit Theatern und Säulengängen. Bild: ARTE F / © All 3 Media

Der dritte Teil der Reihe schildert Entstehung und Verbreitung des Islam. (Bild: ARTE F / © All 3 Media)

Auf der Welt leben derzeit mehr als eine Milliarde Muslime. Und mehr als 250 Millionen Menschen, von denen viele noch nie auf der Arabischen Halbinsel waren, sprechen Arabisch. Das ist das Ergebnis eines der spektakulärsten Vorgänge in der Menschheitsgeschichte. Denn im Verlaufe von nur zwei Generationen ist es einem Volk, das immer am Rand der wichtigen internationalen Ereignisse stand, gelungen, die beiden größten Mächte der Zeit zu besiegen und ein noch größeres Gebiet als das Römische Reich zu unterwerfen.

Filmemacher Nick Gillan-Smith befasst sich in seiner Dokumentation mit den Ursprüngen der Araber und des Islam. Er erzählt von den nomadisch lebenden Beduinen, von den Nabatäern und ihrer Hauptstadt Petra sowie von der wunderschönen antiken Stadt Palmyra. Ausgehend von Mohammeds Wirken in Mekka, untersucht Nick Gillan-Smith außerdem die Ausdehnung des islamischen Reiches nach Nordafrika und in den Nahen Osten. Dieser Prozess vollzog sich erstaunlich friedlich und war geprägt von großer Toleranz. Seine filmische Reise führt von Mekka nach Damaskus, Jerusalem, Kairo, Fez und Córdoba.

Zusatzinfo
Im Laufe der Jahrhunderte hat sich der Mittlere Osten ständig gewandelt. Als einzige Region der Welt gehörte er sowohl zum römischen als auch zum mongolischen Imperium und weitete seinen Einflussbereich später bis nach Indonesien und Spanien aus. Die stetigen Strömungen haben das Gesicht Europas verändert. Mit den Völkern wanderte auch deren Gedankengut von Osten nach Westen und ließ ganz neue Kulturen, Technologien und Philosophien entstehen.

Die siebenteilige Dokumentationsreihe „Morgenland und Abendland“ erzählt die wahre Geschichte jener Völker, die bisher meist als anonyme, plündernde Nomaden dargestellt wurden. Dabei zieht sie einen überraschenden Schluss: Die arabo-islamischen Völker schufen in Wirklichkeit ganze Kulturen. Und ihre Geschichte weiß so einiges über die Entstehung von Religion, Zivilgesellschaft, Steuer- und Bildungssystemen zu berichten.

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