Urwald zu Kleinholz

Mittwoch, 06. Juli 2011

21.00 – 21.30 3sat
Raubholzhändlern auf der Spur
Ein Film von Thomas Reutter

In kürzester Zeit zerstört die Raubholzung die einmalige Artenvielfalt unberührter Nadelwälder in der verschneiten Taiga. Bild: ZDF / SWR

Seit Stunden sind sie in der Taiga unterwegs und folgen den Schneespuren der Lastwagen. In der russischen Hafenstadt Archangelsk haben sie die Fährte aufgenommen. Von den dortigen Sägewerken aus geht das Holz auf die Reise. Es landet als Billigware in deutschen Baumärkten – versehen mit der Aufschrift: „Holz aus Deutschlands Wäldern – aus nachhaltiger Forstwirtschaft“.

„In Wirklichkeit werden Europas letzte Urwälder zu Kleinholz gemacht“, sagt der Biologe und Greenpeace-Aktivist Thomas Henningsen. Der Raubbau an der Natur zerstört die einmalige Artenvielfalt unberührter Nadelwälder.

Henningsens Spurensuche in der Taiga ist schwierig. Kaum jemand spricht offen über den Raubbau. 15 russische Förster, die sich gegen die Kahlschläge eingesetzt hatten, kamen innerhalb von zwei Jahren auf ungeklärte Weise ums Leben.

Beim Holzgeschäft geht es um viel Geld. Der Urwald kostet nur einen Dollar pro Hektar – so wenig wie nirgendwo sonst, und die Gewinnspannen sind gigantisch. Nach langem Marsch durch die verschneite Taiga stehen Henningsen und sein Team schließlich vor einem Camp – mitten im Urwald. Dort arbeitet die Raubholz-Mafia.

Die Reportage „Urwald zu Kleinholz“ verfolgt gemeinsam mit Umweltschützern die Spur der Raubholzhändler.

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