Äthiopien – Zwischen Tradition und Moderne

Donnerstag, 14. November 2013 | 18:15 – 19:10 Arte

Dokumentation von Claudia Palazzi, Clio Sozzani. Italien, 2011.

Der junge Roba ist 23 Jahre alt und ein äthiopischer Viehhüter. Er flieht vor einer arrangierten Heirat aus seinem Dorf und erfüllt sich in der Hauptstadt Addis Abeba den Traum eines Studiums. Indem Roba die Geschichte seines bisherigen Lebens aus seiner ganz persönlichen Perspektive erzählt, entwirft er gleichzeitig das Porträt eines Landes, das zwischen Modernität und Tradition, zwischen Hirten- und Stadtleben zerrissen ist.

Der 23-jährige äthiopische Viehhüter Roba flieht aus seinem Dorf in die Hauptstadt Addis Abeba. Hier schafft er es bis an die Universität. Vor der Kamera erzählt Roba von seinem Leben, seinen Erfahrungen, Wünschen, Zweifeln und Zielen, jedoch auch vom Unglück seines Landes.

Zunächst folgt die Kamera Roba auf der Flucht und in sein Leben im Exil. Drei Jahre später, nachdem er sein Studium abgeschlossen hat, kehrt er in sein Dorf zurück. Sein Denken und Handeln hat sich durch das Studium verändert und ist nun klarer und strukturierter. Dadurch wird ihm auch der Bruch mit der Gemeinschaft seines Dorfes, die von strengen Riten und Sitten geprägt ist, bewusst. Die Dorfbewohner wollen ihre Traditionen wahren und lehnen die Modernisierung ab.

Im Zuge einer Italienreise wird Roba erneut mit einer ähnlich gelagerten Erfahrung konfrontiert. In Italien nimmt er an einer Konferenz teil, die das Aufeinandertreffen von Tradition und moderner Gesellschaft thematisiert. Der dritte Teil der Dokumentation spielt wieder in Robas Dorf, in das er anlässlich der Hochzeit seines Bruders zurückkehrt. Sein Bruder heiratet jene Frau, die ursprünglich für Roba auserkoren war.

Am Ende besucht Robas Vater seinen Sohn in Addis Abeba. In dieser neuen Welt vertrauen sich Vater und Sohn einander an und führen ein sehr persönliches Gespräch. Erstaunlicherweise ist das Aufeinandertreffen der beiden unterschiedlichen Generationen, Welt- und Lebensauffassungen sowie Wertvorstellungen von gegenseitiger Achtung und Verständnis geprägt. Trotz der Distanz, die sich zwischen Vater und Sohn entwickelt hat, stehen sie einander in Verbundenheit und Respekt gegenüber.

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