Der Dokumentarfilm: Good morning Africa. Mit Mut und Lippenstift in die Zukunft

Dienstag, 15. Juni 2010

22.45-00.10 Das Erste
Ein Film von Chiara Sambuchi

Afrika im Aufbruch … der Kontinent an der Schwelle zur Moderne … Es sind die Frauen, die mutig vorangehen. Die Mütter, die ihren Familien ein Auskommen und ihren Kindern eine Zukunft schaffen wollen. Sie schütteln Lethargie und Elend ab, treten tagtäglich wie Königinnen in die Welt und setzen Zeichen. Sie übernehmen Verantwortung, wo andere die Hoffnung aufgegeben haben. Lange unterdrückt und missachtet ruht heute die Zukunft Afrikas auf ihren Schultern. Wir begleiten vier Frauen in vier Ländern Afrikas, von der Wildnis des ugandischen Urwaldes ins Chaos der senegalesischen Metropole Dakar, von den kargen Weiten des Hochlandes Lesothos bis tief hinein in die Savanne Mosambiks.

Ndeye in ihrer Werkstatt. Bild: SR/Peter Klotz/Lavafilm

Da ist Margret, die Radio-Chefin aus Uganda. Sie musste in ihrem Leben viel erdulden. Genau darum schickt sie jeden Morgen in ihrer Radiosendung „Reflections“ eine Botschaft an die Frauen Ugandas („Women, wake up and go to work“) und gibt ihnen damit Kraft im alltäglichen Überlebens-Kampf. Ndéye ist Automechanikerin. Sie hat eine traditionelle Männerdomäne der konservativen Gesellschaft Senegals erobert. Nicht nur deshalb ist sie eine Berühmtheit, sondern weil niemand Autos so gut reparieren kann wie sie. Selbst Männer stehen mittlerweile Schlange, um sich von ihr unterweisen zu lassen. Wie im Berufsleben geht Ndéye auch im Privaten ihren eigenwilligen Weg. Sie verweigert sich der polygamen Ehe, sehnt sich aber nach Partnerschaft und Liebe.

Marcia will, dass Mosambik ohne westliche Hilfe auf die Beine kommt, dass die Menschen dort sich auf ihre Fähigkeiten und Stärken besinnen und selbst aktiv werden. Dafür nimmt sie regelmäßig Abschied von ihrem Mann und ihren Kindern. Dann fährt sie auf unwegsamen Pisten in die Savanne, ins Herz Mosambiks, dorthin, wo sie den Schlüssel für eine besser Zukunft des Landes gefunden zu haben glaubt. Und schließlich Grace, die in Lesotho eine Klinik für Aidskranke leitet, mit dem Gefühl, jeden Tag am Abgrund zu balancieren. Das aber tut sie mit sicherem Schritt, denn jedes gerettete Leben ist eine Hoffnung für den nächsten Tag. Diese vier Frauen stehen für den Aufbruch Afrikas in eine neue Zeit. Sie kennen die dunkle Seite des Kontinents und haben sie durchlebt. Doch Margaret, Ndéye, Marcia und Grace blicken nach vorne. Sie ergreifen ihre Chance auf ein besseres Leben für sich, für ihre Familien und die Gesellschaft. Sie sind die Hoffnung des neuen Afrika.

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