Die letzten Kamelkarawanen der Sahara

Donnerstag, 29. Oktober 2015 | 12:25 – 13:20 Uhr

360° – Geo Reportage, Deutschland/Frankreich 2009, Regie: Matthias Heeder, Monika Hielscher.

Bereits zu Zeiten der Pharaonen zogen Kamelkarawanen durch die Sandwüste zwischen dem heutigen Sudan und Ägypten, beladen mit Elfenbein, Salz, Straußenfedern und anderen Kostbarkeiten. Bis heute folgen Beduinenstämme in der Sahara uralten Handelsrouten, nur sind inzwischen die Kamele selbst die Ware, die nach Ägypten verkauft wird. Einer der gefährlichsten Pfade, der Darb al-Arba’in („Der Weg der 40 Tage“) führt von Kordofan und Darfur nach Süd-Ägypten. „360° – Geo Reportage“ hat einen erfahrenen Karawanenführer auf dieser strapaziösen Reise begleitet.

Sanddünen, die in der Bayuda eher selten sind, meidet die Karawane, da die Tiere zu viel Kraft in dem tiefen Sand verlieren. Bild: ARTE   / © Roland Wagner/FFP MedienKontor

Sanddünen, die in der Bayuda eher selten sind, meidet die Karawane, da die Tiere zu viel Kraft in dem tiefen Sand verlieren.
Bild: ARTE / © Roland Wagner/FFP MedienKontor

 

Der Beduine Nuri Gomaa hat sich eigentlich schon aus dem Karawanengeschäft zurückgezogen. Jahrzehntelang war er ein gefragter Trekführer zwischen Darfur und Assuan in Süd-Ägypten. Er liebt die Weite und Schönheit der Sahara, kennt ihre Gefahren und weiß, wo sich die überlebenswichtigen Wasserstellen befinden. Nuris Stamm, die Besharis, lebt schon seit über 1.000 Jahren in einem Gebiet, das sich vom Roten Meer über den Nord-Sudan bis nach Oberägypten erstreckt. Wie ihre Vorfahren züchten die Beduinen noch heute Kamele und führen große Karawanen durch die Wüste.

Es gibt schätzungsweise drei Millionen Kamele allein im Sudan. Davon werden pro Jahr über 200.000 Tiere nach Ägypten verkauft. Zwar werden viele Dromedare inzwischen per Lkw über moderne asphaltierte Straßen transportiert, aber auch die alten Karawanenrouten existieren noch.

Eine der gefährlichsten will der Beduine Nuri nun ein letztes Mal wagen, als zweiter Karawanenführer und zuständig für eine Herde mit hundert Kamelen. Der Weg führt durch die westlichen Ausläufer der Bayuda-Wüste in Richtung Norden bis zum Ufer des Nils. So sehr Nuri die Wüste auch liebt, ist die Reise für ihn doch eine harte Bewährungsprobe. „360° – Geo Reportage“ begleitet die Karawane quer durch die Sahara. Wie wird Nuri die Strapazen verkraften? Wird sich Nuri mit den anderen Männern des Treks, Sudanesen vom Stamm der Quahla, verstehen? Und werden alle Kamele wohlbehalten den harten Wüstenmarsch überstehen?

Bild: ARTE / © Roland Wagner/FFP MedienKontor

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