Kamerun – Die goldenen Tage des Königreichs


Mittwoch, 06. Februar 2013

20.15 – 21.00 3sat
Film von Werner Zips und Manuela Zips-Mairitsch.

Die königliche Garde marschiert mit ihren Musketen zum Zeremonialplatz vor dem Palast. Bild: ZDF und ORF/Manuela Zips-Mairitsch.

Im Mittelpunkt der Dokumentation steht ein außergewöhnlicher Regent und dessen 50 jähriges Thronjubiläum als König von Mankon. Am Beispiel Kameruns zeigen die Filmemacher Werner Zips und Manuela Zips-Mairitsch ein realitätsnahes Bild der religiösen Vielfalt und der gelebten monarchischen Traditionen Afrikas. (Bild: ZDF und ORF/Manuela Zips-Mairitsch)

Geboren 1925, ist Fo Angwafo III. der am längsten regierende König Kameruns – er bestieg den Thron vor mehr als 50 Jahren im Jahr 1959. Er erlebte die britische Kolonialzeit in seinem Herrschaftsgebiet und hat als einer der wenigen traditionellen Regenten den Zusammenschluss mit dem französisch regierten Teil Kameruns nach der Unabhängigkeit im Jahr 1972 unterstützt. Nicht zuletzt deshalb wurde er 1972 Vizepräsident der Regierungspartei, hielt mehrfach unterschiedliche Ministerämter inne und war viele Jahre Parlamentsmitglied.

Dennoch steht in der Republik Kamerun, ein Staat, der erst durch die deutsche Kolonialmacht geschaffen wurde, nicht alles zum Besten. Denn die nach dem 1. Weltkrieg folgende Trennung in einen französischen und einen britischen Teil konnte nie überwunden werden.

Der seit beinahe drei Jahrzehnten mit eiserner Hand regierende Staatschef Paul Biya duldet unter dem Vorwand der nationalen Einheit so gut wie keine Opposition und freie Presse. Seine Administration gilt als eine der Korruptesten weltweit. Da verwundert es nicht, dass die vorkolonialen Autoritäten in der Bevölkerung wieder ein deutlich höheres Ansehen genießen, als die staatlichen Politiker. Kamerun ist so ein Beispiel für die in vielen Staaten Afrikas stattfindende Renaissance einer bereits tot geglaubten Institution: des Königtums.

Die traditionellen Rituale und offiziellen Feiern zeigen das Spannungsfeld zwischen dem Sakralen Königtum und den heute dominierenden Religionen des Christentums und des Islam.

Die Dokumentation zeigt einen beeindruckenden und tiefen Einblick in das Leben Fo Angwafos, eines Königs, dessen Leben immer im Dienst der ökonomischen Entwicklung seines Landes stand, die er mit klarem Bekenntnis zur Modernisierung vorantrieb.

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