Indonesien – Archipel der Erschütterungen

Freitag, 01. Juli 2011

22.35 – 23.50 Arte
Dokumentarfilm, Frankreich 2010, Regie: Baudouin Koenig

In der Provinz Aceh wurde 2003 die Scharia, das islamische Recht, wieder eingeführt. Vergehen werden nun beispielsweise mit öffentlichen Peitschenhieben bestraft. Bild: ARTE F

Von Aceh bis Papua gewährt der Dokumentarfilm Einblick in die entstehende Demokratie in Indonesien, zeigt aber gleichzeitig die bösen Geister, mit denen Indonesien ringt: Intoleranz, Terrorismus, Korruption, Raubbau an den natürlichen Ressourcen, Ungleichheit verschiedenster Art und Leugnung der Vergangenheit.

Indonesien ist mit 230 Millionen Einwohnern der viertgrößte Staat der Welt. 100 Bevölkerungsgruppen leben auf 17 000 Inseln. Es ist die größte islamische Demokratie der Welt, eine aufstrebende Macht und Mitglied des G20. Doch zerrissen von Gegensätzen, ist der Archipel ist auf der Suche nach seiner Identität: Einerseits fühlt sich die ehemalige holländische Kolonie den sie begründenden demokratischen Prinzipien Einheit, Gleichheit und soziale Gerechtigkeit verpflichtet. Anderseits leidet sie unter dem Erbe der 33-jährigen blutigen Diktatur von General Suharto und dem Einfluss der religiösen Parteien, die aus dem Inselstaat den größten islamischen Staat der Welt machen wollen.

Die filmische Reise bewegt sich entlang der Risse, die die zahlreichen Erschütterungen in Geografie und Geist Indonesiens hinterlassen haben. Studenten, Bauern, Dichter, Künstler, Banker, Journalisten und Aktivisten äußern sich zur Zukunft ihres Landes. Zu Wort kommen aber auch Richter der Scharia, des islamischen Gesetzes und Abu Bakar Bashir, der indonesische Terroristenführer.

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