WikiLeaks: Krieg dem Staatsgeheimnis

Samstag, 06. November 2010

18.15 – 19.00 ARTE
ARTE-Reportage – Von Luc Hermann und Paul Moreira

Mit der Veröffentlichung geheimer Afghanistan-Dokumente und brisanter Akten über den Irak-Krieg legte sich WikiLeaks mit dem Weißen Haus an und sorgte weltweit für Wirbel. Washington bringen die Enthüllungen der Internetplattform in Erklärungsnot.


ARTE stellt für diese Sendung derzeit kein weiteres, begleitendes Pressematerial zur Verfügung. Darum dieser Beitrag der 3SAT-Sendung „neues“ vom 28. Februar 2010 über WikiLeaks.
(Anm. d. Red.)

Nie hat das amerikanische Verteidigungsministerium Journalisten so offen bedroht, wie die Reporter von WikiLeaks. Seitdem leben sie im Untergrund, denn mit ihren Veröffentlichungen haben sie sich die Geheimdienste zum Feind gemacht. Sie hatten sich Zugang zu zehntausenden streng geheimen Militärakten verschafft und diese der Weltöffentlichkeit präsentiert: Berichte über Anschläge, vertrauliche Notizen, Videos, die eigentlich keiner je sehen sollte.

Die Reporter Luc Hermann und Paul Moreira von der französischen Presseagentur Premières Lignes haben für ARTE Reportage hinter die Kulissen von WikiLeaks geschaut und zeigen in ihrer Reportage, wie die neue Gegenmacht funktioniert, wie die Aktivisten unermüdlich für Transparenz kämpfen und die Geheimdienste mit ihren Veröffentlichungen in Verlegenheit bringen. Die Reporter zeigen aber auch, dass die internen Dokumente, die WikiLeaks ins Netz gestellt haben, nicht die ganze Wahrheit erzählen.

Hermann und Moreira haben auch den Gründer der Internetplattform getroffen. Julian Assange ist untergetaucht, er benutzt kein Handy oder sonstiges multimediales Gerät – zu groß ist die Angst, dadurch aufgespürt zu werden. Charismatisch kultiviert er sein Schattendasein, häufig fühlt er sich bedroht. Vielleicht nicht ohne Grund: In Schweden wird er wegen Vergewaltigung angeklagt. Die Polizei hatte das Verfahren fallen gelassen, ein Staatsanwalt hatte es wieder aufgenommen. Frei bewegen kann Assange sich nicht mehr…

In London, Washington, Rejkajvik und Paris haben Luc Hermann und Paul Moreira diskrete Ermittler und investigative Journalisten von WikiLeaks getroffen. Außerdem haben sie mit jenem amerikanischen Soldaten gesprochen, der 2007 im Irak einen Angriff der US-Armee filmte, bei dem Soldaten unbewaffnete Männer erschießen. Das Video hat er WikiLeaks zugespielt. Es war eine ihrer ersten Veröffentlichungen, die für Wirbel sorgten und nicht zuletzt das Leben des Soldaten veränderte.

Weitere Sendetermine:

  • 07.11.2010 um 12:00
  • 13.11.2010 um 06:00

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Ein Kommentar
  1. schrieb am 23. März 2011 um 18:36 Uhr: | Antworten

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