Flucht nach Europa

Dienstag, 01. Februar 2011

22.50 – 23.20 SWR3
Der tödliche Treck der Immigranten, von Paul Kenyon

Ghana: Die Region Effiakuma an der Atlantikküste . Es gibt keine Bürgerkriege, keine Hungersnöte und keinen brutalen Diktator, dennoch leidet das Land unter der unaufhaltsamen Abwanderung seiner jungen Männer. Bild: SWR
Es ist die gefährlichste Migrations-Route der Welt, durch gewaltige Wüsten und lebensfeindliche Meere. Wer sie antritt, droht dabei zu verhungern, verhaftet oder gefoltert zu werden.

Trotzdem wagen Tausende Menschen jedes Jahr die Reise von Schwarzafrika nach Europa, manche auf der Flucht vor Krieg oder Verfolgung, andere einfach auf der Suche nach Arbeit.

Reporter Paul Kenyon folgt dem Weg der Flüchtlinge von der Küste Ghanas bis in die Sahara und trifft auf dem Weg diejenigen, für die Europa immer noch das Gelobte Land ist. Aber da sich die europaweite Wirtschaftskrise verschärft, sieht die Wirklichkeit anders aus: Viele Flüchtlinge leben mittellos auf der Straße.

Und für andere kommt es noch schlimmer. In Italien, für Migranten das Tor nach Europa, hat die Regierung eines der schärfsten Einwanderungsgesetze weltweit erlassen. Es werden Ausweisungszentren geschaffen und fleißig „Illegale“ verhaftet. Aber der harte Kurs trifft auch politisch Asylsuchende. Mit Hilfe eines umstrittenen Abkommens mit Staatschef Gaddafi stoppen die Italiener die Boote der Flüchtlinge im Mittelmeer und schicken sie zurück nach Libyen, wo sie Inhaftierung und eine unsichere Zukunft erwarten. Der Traum vom besseren Leben endet im Knast in der Wüste.

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