Kriegskinder auf Heimatsuche

Mittwoch, 15. Dezember 2010

22.35 – 23.05 NDR
Von Afghanistan an die Ostsee – Die Reportage
von Hans Hausmann und Birgit Theresa Koch

Ali Reeza nach der Festnahme auf dem Bahnsteig in Puttgarden. Bild: NDRFast täglich greift die Bundespolizei im Fährhafen von Puttgarden afghanische Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Skandinavien auf, die meisten von ihnen sind Kinder und Jugendliche. Die Minderjährigen kommen, von Schlepperbanden in Containern, Lkw oder Bussen nach Europa geschmuggelt, völlig entkräftet und verzweifelt in Deutschland an. Oft sind sie seit Wochen unterwegs. Keines der Kinder hat jemals friedliche Zeiten erlebt, viele sind durch Kriegserlebnisse und Flucht schwer traumatisiert. Die Eltern sahen oft keinen anderen Ausweg, als ihre Kinder wegzuschicken. Zwischen 5.000 und 8.000 Dollar mussten sie dafür an Schleuserbanden zahlen.

Doch auch in Europa erwartet die jungen Menschen eine ungewisse Zukunft. „Die Reportage“ will wissen: Was passiert mit den minderjährigen Flüchtlingen, wenn sie in Schleswig- Holstein von der Polizei aufgegriffen werden? Bekommen sie in Deutschland eine Chance? Zuständig für die Flüchtlingskinder ist das Jugendamt in Eutin. Von hier aus werden sie an öffentliche Jugendhilfehäuser weitervermittelt. Sie sollen so schnell wie möglich integriert werden. Der afghanische Betreuer Abdul Koochi kümmert sich um die jungen Flüchtlinge. Er unterstützt sie bei Behördengängen, vermittelt sie an Schulen und hat jederzeit ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte.

Die Autoren Hans Hausmann und Birgit Theresa Koch begleiten drei junge Afghanen auf dem Weg in ihr neues Zuhause. Was sich die Minderjährigen am meisten erhoffen, ist eine sichere, friedliche Zukunft. Sie sind voller Mut und Entschlossenheit, in Deutschland ein neues Leben zu beginnen. Doch werden sie das Bleiberecht bekommen?

Weitere Sendetermine:

  • Do, 18.12.10, 08.30 Uhr

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Ein Kommentar
  1. schrieb am 23. Dezember 2010 um 17:59 Uhr: | Antworten

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